Die kurze Antwort: Der klassische Schlitzblock ist die schlechteste der drei Lösungen. Zwischen Magnetleiste an der Wand und magnetischem Block entscheidet, ob du bohren willst und wie viele Messer du hast.
Warum Schlitze das Problem sind
Im klassischen Messerblock steckt jede Klinge in einem engen Schacht. Drei Dinge sprechen dagegen.
Die Schneide reibt. Beim Hineinstecken und Herausziehen streift die Klinge über Holz oder Kunststoff, und zwar genau mit der Schneide. Das ist nicht dramatisch, aber es ist unnötig.
Du siehst nicht, was du greifst. Bei fünf gleich aussehenden Griffen wird jeder Griff zum Ratespiel.
Man bekommt die Schlitze nicht sauber. Was hineinfällt, bleibt drin. Feuchtigkeit von einem nicht ganz trockenen Messer ebenso. Ausspülen kann man einen Schlitzblock nicht, und trocknen schon gar nicht.
Dazu kommt der Punkt, der die meisten am Ende ärgert: Schlitzblöcke werden fast immer mit Messern verkauft. Wer schon gute Klingen hat, zahlt eine zweite Garnitur mit, die im Keller landet.
Magnetleiste an der Wand
Die Leiste ist die platzsparendste Lösung. Sie nimmt keine Arbeitsfläche weg, die Messer sind sichtbar und trocknen von allein.
Zwei Nachteile: Du musst bohren, und zwar an einer Stelle, an der niemand mit dem Kopf gegen eine Klinge läuft. Und die Messer hängen offen in der Küche, also im Fettdunst des Herds. In einer Küche mit kleinen Kindern ist eine Wandleiste in Griffhöhe keine gute Idee.
Der magnetische Block
Er verbindet beides: keine Schlitze, freie Sicht, kein Bohren. Die Klinge liegt flach an der Holzfläche, statt in einen Schacht geschoben zu werden.
Unsere Messerblöcke sind beidseitig mit starken Magneten bestückt und nehmen bis zu 10 Klingen auf, vom Schälmesser bis zum Santoku. Weil es keine festen Schächte gibt, ist auch die Klingenform egal.
Im Boden sitzt eine Edelstahlplatte, 25,5 x 10 cm und 3 mm stark. Die braucht es: Massivholz allein wäre kopflastig, sobald schwere Klingen daran hängen. Mit der Platte steht der Block auch dann sicher, wenn du ein Messer mit Schwung abnimmst.
Die Maße sind 26,5 x 4 x 22,5 cm, er braucht also kaum Platz. Und er kommt ohne Messer, du stellst deine eigenen hinein.
Halten die Magnete auch schwere Messer?
Ja. Die häufigste Sorge beim magnetischen Block ist, dass ein großes Kochmesser abrutscht. Bei ausreichend starken Magneten passiert das nicht, das Messer sitzt spürbar fest. Beim Abnehmen kippst du es leicht zur Seite, statt es gerade wegzuziehen, dann löst es sich leicht.
Zur Klinge selbst: Ein Magnet macht ein Messer nicht stumpf und magnetisiert es auch nicht dauerhaft. Was Klingen wirklich stumpf macht, ist die Unterlage beim Schneiden. Dazu steht mehr im Beitrag Stirnholz oder Längsholz.
Welches Holz
Es gibt den Block in Eiche, Esche, Kirschbaum und Nussbaum, also in denselben Hölzern wie unsere Schneidebretter. Am ruhigsten wirkt die Küche, wenn Brett und Block aus demselben Holz sind, viele bestellen deshalb beides zusammen. Welches Holz wie aussieht und altert, steht im Beitrag Welches Holz für ein Schneidebrett.
Pflege
Wie beim Brett: abwischen, nicht in die Spülmaschine, und ein bis zwei Mal im Jahr ölen. Weil der Block nicht gewaschen wird, reicht das völlig. Das passende Mittel steht bei der Holzpflege.